Geschichtliches vom Ort

Stützerbach, einstmals ein „Weltdorf“, ist am Nordosthang des Thüringer Waldes gelegen nur etwa 3 km vom berühmten Kammweg des Thüringer Waldes, dem Rennsteig entfernt. Stützerbach ist bekannt durch seine Glastradition, das Leben und Wirken von Goethe und als Kurort durch seine Verbundenheit zur Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp. Aufgrund des besonderen Reizklimas und der idyllischen Lage entwickelte sich Stützerbach zu einem beliebten Kurort. Seit 1932 werden hier Kneippkuren durchgeführt. Johann Wolfgang von Goethe weilte ab 1776 dreizehnmal in Stützerbach und wohnte im "Gundelachschem Haus", dem heutigen Heimat- und Glasmuseum.

Der heutige Name Stützerbach wurde erstmalig erwähnt im Jahr 1570 als „Hof Stutzerbach“, welcher als Gestüt der herzoglichen Pferdezucht diente. Schon damals gab es die durch Köhler und Holzfäller gelichteten Wälder auf der Hochfläche, die in almartige Wiesen umgewandelt wurden. Beste Vorraussetzung boten die waldreichen Täler, da Holz der wichtigste Rohstoff für die Glasmacher war und so gründeten sie 1648 die erste Glashütte. 1826 wurde die erste Porzellanfabrik gebaut.

In Zusammenarbeit mit namhaften Forschern wurde der Stützerbacher Instrumenten- und Glasgerätebau zur Grundlage der Entwicklung neuer und oft revolutionärer Erfindungen. So fertigte zum Beispiel 1830 Franz Ferdinand Greiner das erste deutsche Thermometer.

Ein Weltdorf

  • 1830 Herstellung des ersten deutschen Thermometers
  • 1883 Herstellung der erste in Deutschland gefertigten Glühlampe
  • 1885 Herstellung des ersten Thermosglasggefäßes
  • 1896 Herstellung der ersten Röntgenröhre